Ausflug zur Gedenkstätte des KZ Flossenbürg

Das Thema Nationalsozialismus hatte uns schon gegen Ende der 8. Klasse in GSE beschäftigt und setzte sich in der 9. Klasse fort. Die Hintergründe hatten wir schon im Unterricht besprochen und einen vorbereitenden Film angesehen.

Die drei 9. Klassen fuhren wieder mit unserem Busfahrer Frank, den wir schon von der Abschlussfahrt her kannten. In Flossenbürg hatten wir drei Führerinnen, so dass die Gruppen klein genug waren, dass man alles gut verstand und auch Fragen stellen konnte. Wie die Lehrer angekündigt hatten, war es dort ein ganzes Stück kälter als bei uns an diesem Oktobertag, so dass wir es uns nicht vorstellen konnten wie es die Häftlinge hier bei Minusgraden in ihren dünnen, gestreiften Häftlingsanzügen aushalten konnten.

Wir wurden übers Gelände geführt und besonders eindrücklich waren dabei zwei Dinge, der Bericht über das tägliche Stehen auf dem Appellplatz, wo die Häftlinge immer mehrmals täglich gezählt wurden, egal ob es sengend heiß war, regnete oder beißend kalt. Außerdem bedrückte besonders der Besuch des Krematoriums und eigentlich kann man sich nicht vorstellen, dass die Nazis mit ihren Gefangenen so umgegangen sind.

In der Ausstellungshalle gab es viele Gegenstände aus dieser Zeit, z.B. einen Blechnapf, aus dem die Häftlinge gegessen haben. Wir erfuhren auch, dass es quasi eine Katastrophe war, wenn man ihn verloren hat, denn dann gab es keine Möglichkeit an Essen zu kommen, auch wenn dieses nicht satt machte sondern nur verhinderte, dass die Menschen noch schneller starben. Dass die Menschen teilweise zu dritt oder zu viert in einem Bett schlafen mussten ist auch etwas, was für uns unvorstellbar ist.

Die Filme, welche die Amerikaner drehten, als sie die KZs befreiten zeigten Menschen, die nur noch Haut und Knochen waren und mit riesigen Augen in die Kamera blickten.

Im Nachgespräch am folgenden Tag, waren wir uns alle einig, dass es wichtig ist, solche Gedenkstätten zu besuchen und dass so etwas in unserem Land nie mehr passieren darf.

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