Die Sonne scheint bei Tag und Nacht – eviva Espagna!

Ganz so war es nicht bei unserer Abschlussfahrt nach Spanien im September, aber wir haben dort tatsächlich die erste Kältewelle in Deutschland nicht miterlebt. Abschlussfahrt im September – wie soll das gehen, denken sich vielleicht die einen oder anderen, aber dahinter steckt durchaus eine Absicht. Eine Klassenfahrt schweißt immer zusammen und dies sollte für das letzte Schuljahr der 9. Klassen genutzt werden. Mit von der Partie war auch die Klasse 9M, die das Ganze mitgeplant hatte, da sie im Vorjahr noch Teil der 8. Klassen gewesen war.

Eine Fahrt nach Spanien ist kein Kurzausflug, am Sonntagabend um 17 Uhr ging es los und am folgenden Vormittag waren wir gegen 11 Uhr am Hotel. Da dies aber allen bewusst gewesen war, hielten sich die Fragen, wann wir da wären und wann die nächste Pause sei, im üblichen Rahmen. Begleitet wurden die Klassen von ihren Lehrer/innen Frau Richter, Herr Sperber und Frau Pürkel. Außerdem waren die Töchter von Frau Richter und Herrn Sperber dabei, die beide Lehramt studieren und eine weitere Freundin der beiden.  An Aufsichtspersonen fehlte es also nicht und man darf auch die beiden Busfahrer Frank und Christian vom Busunternehmen Frank-Reisen in Neuhaus nicht vergessen, die viel mehr waren als nur Busfahrer, nämlich auch Freunde.

Nach unserer Ankunft belegten wir die Zimmer und waren sehr zufrieden, denn wir hatten Zwei- und Dreibettzimmer und das Hotel war insgesamt sauber und ordentlich –  nicht so wie manche Jugendhotels, in denen oft mehr kaputt als ganz ist. Die Mahlzeiten nahmen wir in einem großen Saal ein und jedes Mal konnte man sich von einem riesengroßen Büfett das auswählen, worauf man Appetit hatte.

Natürlich wollten wir am ersten Tag noch das Meer sehen und wir freuten uns über einen sehr breiten Sandstrand. Nachdem die Saison schon zu Ende war, mussten wir den Strand nur mit sehr wenigen Gästen teilen. Wir durften natürlich nicht weit hinaus schwimmen,  aber sich miteinander in die anbrandenden Wellen zu werfen war Spaß genug.

Am Dienstag fand dann der Höhepunkt unserer Reise statt: unser Ausflug nach Barcelona, eine wunderschöne Stadt, die wirklich jedem gefallen hat. Im Unterricht hatten wir schon vorher die bekanntesten Sehenswürdigkeiten erarbeitet und ein Führer, der mit uns im Bus fuhr, erklärte uns alles sehr ausführlich. Viele der Sehenswürdigkeiten haben mit Antonio Gaudi zu tun, dem größten Sohn der Stadt und Architekten mit einem ganz besonderen Stil.

Nichts ist bei ihm gerade und rechtwinklig sondern alles verspielt und ein bisschen märchenhaft. Im Parc Guell und bei der Kirche Sagrada Familia konnten wir live sehen, was wir bisher nur aus dem Internet kannten. Auch das Stadion des FC Barcelona besuchten wir, allerdings konnten wir alles nur von außen ansehen, weil der Eintritt ins Stadion sehr teuer gewesen wäre. Im Anschluss fuhren wir auf einen Berg, von dem man eine gigantische Aussicht auf die Stadt genießen konnte. Der Ausflug nach Barcelona endete mit einem Aufenthalt auf den Ramblas, der bekannten langen Einkaufsstraße Barcelonas. Bei der Rückfahrt waren wir uns alle einig, dass es in der Zukunft lohnenswert wäre, Barcelona noch einmal ausführlicher zu besuchen.

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich mit dem Boot fahren, aber die Preise waren trotz Nachsaison sehr hoch. Doch selbst, wenn wir einen guten Preis erzielt hätten, wäre eine Bootsfahrt wohl soundso nicht möglich gewesen, da an diesem Tag ein unglaublich hoher Wellengang war. Deshalb fuhren wir mit einem Touristenbähnchen rund um den Ort. Das war nicht wirklich ein „Burner“, aber immerhin legte der Fahrer in einem abgelegenen Kreisverkehr einige lustige Extrarunden für uns ein. Zum Hotel zurück liefen wir dann am Strand entlang und ließen uns von den riesigen Wellen nass spritzen.

Der Donnerstag war dann wieder ein Ausflugstag zum Kloster Montserrat, dem Nationalheiligtum der Katalanen. Es liegt ganz weit oben am Berg und sieht aus wie ein Vogelbau, der an den Fels geklebt worden war. Die Fahrt auf der Serpentinenstraße mit dem Bus dort hinauf war nichts für schwache Nerven – die mit den guten Nerven genossen jedoch die wunderbare Aussicht.

Oben empfahl uns der Führer, in der Kirche den Knabenchor des Klosters anzuhören, der immer um die gleiche Zeit singt, aber die Kirche war so voll, dass kein Durchkommen war.

Neben all den Sehenswürdigkeiten genossen wir natürlich auch den Pool de des Hotels, die Einkaufsstraße mit ihren Möglichkeiten aber vor allem die ganze Woche die Channce, mit unseren Freunden zusammen zu sein.

Die Atmosphäre war durchwegs entspannt und gut gelaunt und unsere Lehrer/innen hatten keinen Anlass (oder nur ganz, ganz wenig),  mit uns zu schimpfen J.

Klassen  9a+b+M

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