Das Musical „Fifty-Fifty“

Kooperation mit dem CVJM Lauf

 „Fifty-Fifty“ – Wie sieht die Welt in 30 Jahren aus? – Mit dieser Frage haben sich rund 20 Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klassen beschäftigt und ihre Vorstellung davon gemeinsam mit dem CVJM Lauf als Musical auf die Bühne gebracht.

Zu Beginn wurden die Zuschauer in ein Klassenzimmer „entführt“, wo die Schülerinnen und Schüler als Auftrag im Ethikunterricht ihre Vision einer Zukunft entwerfen sollten. Sehr schnell wurde klar, dass die Vorstellungen sehr weit auseinandergingen. Von einer, aufgrund von Naturkatastrophen komplett zerstörten Erde bis hin zu paradiesischen Zuständen schien alles denkbar.

Aber wird diese „schöne neue Welt“ nur für die Reichen und Mächtigen möglich, während das einfache Volk auf der Erde vor sich hin vegetiert? Die Schülerinnen und Schüler stellten auf der Bühne immer wieder beide Versionen dar: Die Pessimisten die Dystopie, die Optimisten die schöne Utopie: Um der Umweltkatastrophe zu entkommen, werden Städte aus der Erde losgelöst und in den Himmel gehoben. Auf diesen „Hoverlands“ findet die friedvolle, harmonische Zukunft statt, in der jeder rücksichtsvoll mit den anderen umgeht und sogar Spaß am Lernen hat. Währenddessen kämpft der Rest der Menschheit in einer vermüllten und verdreckten Umwelt auf dem Planeten ums Überleben und gegeneinander. Das Recht des Stärkeren gilt, bei der Suche nach Nahrung oder nach sauberem Wasser. Am Ende kommt es zur Konfrontation beider Welten, die blutig endet.
Schon im sechsten Jahr in Folge kam es zur Kooperation zwischen dem CVJM Lauf und der Bertleinschule. Im Rahmen der schulbezogenen Jugendarbeit übten Tamara Maier und Kim Callian vom CVJM und Julian Geiger sowie Laura Günther, beides ehemalige Schüler der Bertleinschule, seit Oktober mit den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Szenen sondern auch die Lieder ein. Zur Livemusik der Band des CVJM Schnaittach spielten und sangen die Jugendlichen, als hätten sie ihr Leben lang nichts Anderes getan. Professionell beleuchtet und vom Ton her abgemischt, sodass man wirklich nie den Eindruck hatte, in einer Laienproduktion zu sein. Der Spaß beim Vortrag übertrug sich auch auf die über 300 Zuschauer, obwohl das Ende eher nachdenklich gestaltet war: Allein die Hoffnung „Es wird schon nicht so schlimm werden!“, reicht nicht aus. Jeder ist dazu aufgefordert, etwas zu tun, wo er es kann. Und so wurden am Ende an der Leinwand Beispiele für Aktionen von Kindern und Jugendlichen präsentiert, die klein angefangen haben, aber etwas in der Welt geändert haben.

Wie es mit der Kooperation zwischen Bertleinschule und CVJM weitergeht, ist aufgrund des Umbaus leider unsicher. So bleibt zu hoffen, wie es Schulleiter Rüdiger Brix zum Ausdruck brachte, dass eine Möglichkeit gefunden werden kann, auch in Zukunft Projekte gemeinsam zu gestalten, um so den Schülerinnen und Schülern diese einmalige Chance zu bieten, ihr Können auf der Bühne in ihrer Schule zu präsentieren.

Heiko Brandt und Caroline Schmidt

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